Fahrzeuge

Großbrand in Lohmen

03. August 2018 | 11:03

Am späten Vormittag des dritten August wurden die Kameraden aus Dürrröhrsdorf-Dittersbach zum überörtlichen Einsatz nach Lohmen an die Bastei alarmiert. Hier brannte bereits seit dem Vortag der Wald in einem nur sehr schwer zugänglichen Gebiet - dem Hirschgrund.
Vor Ort hieß es für die Kameraden zunächst umsteigen. Das Löschgruppenfahrzeug wurde im Bereitstellungsraum stehen gelassen und die Fahrt in den Wald erfolgte mittels Mannschaftstransportwagen. Diese konnten die Einsatzstelle jedoch nicht direkt erreichen. Das letzte Stück des Weges musste dann zu Fuß zurückgelegt werden. Immerhin eine Strecke von etwa einem Kilometer durch steiles Gelände und über Felsspalten.

An der Einsatzstelle wurde der Brand bzw. Glutnester mittels Hacke und Schaufel auseinander gezogen und anschließend mit Wasser abgelöscht. Zum Teil mussten die Kameraden dabei durch die Bergwacht gesichert werden, da die Gefahr des Abrutschens auf dem hohen Felsplateau sehr hoch war. Bei tropischen Temperaturen war dies eine sehr schweißtreibende Arbeit.
Nach etwa zwei bis drei Stunden wurde dann eine Pause am Versorgungspunkt gemacht. Nachdem dann nach und nach aus den einzelnen Abschnitten "Feuer aus" gemeldet wurden, mussten noch die Schlauchleitungen durch die Kameraden abgebaut werden. Auch hier mussten nochmal alle ins Gelände hinab steigen und die Schläuche nach oben bringen. Wertvolle Dienste hat dabei die Waldbrand-Raupe der Feuerwehr Ottendorf geleistet. Mit Hilfe des Kettenfahrzeuges konnte das Equipment zumindest einen Teil des Weges gefahren werden.
Gegen 17 Uhr konnte dann insgesamt die Meldung "Feuer aus" gegeben werden. Im Anschluss an eine kurze Einsatznachbesprechung konnten die verbleibenden Kameraden den Heimweg antreten.

Im Einsatz waren insgesamt 202 Kameraden, davon 12 Mitglieder der Bergwacht, mit 35 Fahrzeugen. Die Wasserversorgung wurde durch eine lange Wegstrecke von der Bastei sowie durch Pendelverkehr von Tanklöschfahrzeugen sichergestellt. Diese Fahrzeuge haben dabei im Laufe des Tages etwa 120.000l Wasser bewegt. Eingesetzt waren damit eine Vielzahl der Wehren aus der Region, auch von der anderen Seite der Elbe.

Details

Datum:03.08.2018
Zeit:11:03
Einsatzkräfte:LF 8/6
Dauer:6

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