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Die Rettungskarte - nützliche Hilfe im Notfall

10. Januar 2014

Heutzutage bieten moderne Technologien im Automobilbereich immer mehr Sicherheit und Komfort. Allerdings können sie auch bei einem Unfall die schnelle Rettung der Insassen erschweren. Informationen zum Fahrzeug, etwa an welcher Stelle Schere und Spreizer angesetzt werden müssen damit die Airbags nicht nachträglich auslösen, sind den Rettern nicht immer bekannt. Um dieses Problem zu beseitigen wurde vom ADAC eine sogenannte Rettungskarte erarbeitet.

Probleme bei Verkehrsunfällen

Wo bei älteren Fahrzeugen der Einsatz von schwerer Technik noch eher problemlos möglich war, bergen aktuelle Fahrzeuge mehr Gefahren für die Rettungskräfte. Speziell bei Fahrzeugen mit modernen Antriebstechnologien wie Hybrid- oder Wasserstoffantrieb ist oftmals nicht bekannt, wo sich die für die Rettung kritischen Bereiche am Kraftfahrzeug befinden. Doch auch in Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb werden Karosseriestrukturen und das System aus Airbags und Gurtstraffern immer komplexer. Es gilt dabei diese Probleme deutlich zu reduzieren, da im Ernstfall für den Verletzten jede Minute zählt um ins Krankenhaus zu kommen. Es müssen daher schnell alle relevanten Informationen zum verunglückten Fahrzeug bereitstehen - beispielsweise an welcher Stelle sich Airbags und Batterien befinden - damit das Auto für die Rettungskräfte gefahrlos aufgeschnitten werden kann.

Die Rettungskarte

Abhilfe zu den genannten Probleme schafft dabei die vom ADAC und VDA entworfene Rettungskarte. Diese Karte enthält anhand einer Skizze des Fahrzeugs alle für eine Bergung releavanten Informationen. Die Rettungskarte sollte, wenn vorhanden, hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite platziert werden. Der ADAC bietet dafür auch Aufkleber für die Frontscheibe an, welche auf das Vorhandensein einer solchen Rettungskarte hinweisen. Auf Anregung des ADAC hin bieten mittlerweile nahezu alle Automobilhersteller Rettungskarten für ihre Fahrzeuge an. Allerdings müssen sich Besitzer von älteren Autos noch gedulden, da einige Hersteller die Karten für ältere Modelle noch erarbeiten müssen.

Forderungen an die Hersteller

  • Sämtliche bergungsrelevante Informationen müssen in standardisierter Form auf die Rettungskarte.
  • Empfohlene Schnittpositionen müssen gekennzeichnet werden.
  • Punkte zum Aufspreizen des Fußraumen müssen angegeben werden.
  • Die modellbezogene Rettungskarte muss in geeigneter Form für jeden Fahrer verfügbar sein.
  • Rettungskräfte benötigen eine Datenbank mit Rettungskarten für den praxisgerechten Einsatz.
  • Neuwagen sollen bereits eine Rettungskarte an Bord haben.

Beschaffung einer Rettungskarte für mein Auto

Mittlerweile bietet der Großteil der Automobilhersteller Rettungskarten an. Da die Internetseiten der Hersteller jedoch umfangreich und zum Teil unübersichtlich sind empfielt sich die Beschaffung der Rettungskarte direkt über die Seite des ADAC oder über den jeweiligen Vertragshändler.
http://www.adac.de/rettungskarte

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