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Hubschrauberrettung - Hilfe von oben

23. Juni 2013

Fast jeden Tag sind sie am Himmel zu sehen, die gelben bzw. roten Hubschrauber der Luftrettung. Wenn sie auftauchen wird meist schnelle Hilfe benötigt. Doch wann wird eigentlich der Rettungshubschrauber gerufen und von wo kommt er? Dieser Artikel soll diese Fragen beantworten und einen Überblick über die Luftrettung in unserer Region geben.

Aufgaben der Hubschrauberrettung

Hauptaufgabe des Rettungshubschraubers ist das schnelle Zubringen des Notarztes sowie der schnell und schonende Transport von Notfallpatienten. Neben diesen primären Einsatzaufgaben werden die Hubschrauber auch zum Transport von Intensivpatienten, hauptsächlich im Falle einer Verlegung, eingesetzt.

Für Rettungseinsätze wird ein Hubschrauber immer dann angefordert, wenn die Rettungsleitstelle aufgrund der Meldung entscheidet, dass diese Transportart die Beste für den Patienten ist oder wenn kein anderer Notarzt den Einsatzort schneller erreichen kann. Im Landkreis Sächsische Schweiz wird der Rettungshubschrauber zudem verstärkt für Bergeaufgaben in Klettergebieten eingesetzt. Er besitzt für diese Aufgabe eine extra Bergungswinde und speziell ausgebildetes Personal.

Personal und Hubschrauber

Die in Deutschland eingesetzten Rettungshubschrauber haben ein Einsatzgebiet welches im Durchschnitt einen Radius von 50-70km hat. An Bord eines solchen Hubschraubers befinden sich in der Regel drei Personen. Bei der ersten Person handelt es sich um einem erfahrenen Piloten, welcher meist in der Bundeswehr oder bei der Bundespolizei ausgebildet wurde. Weiterhin befindet sich ein Notarzt an Bord, welcher ebenfalls eine spezielle Ausbildung in der Notfallmedizin abgeschlossen hat. Zudem wird jeder Flug von einem Rettungsassistent bzw. Fachpfleger für Anästhesiologie und Intensivmedizin begleitet.

Beim Rettungsmittel handelt es sich dabei um sehr leistungsstarke, emissionsarme und leise Hubschrauber. Mit einem Abfluggewicht von knapp 3500kg erreicht solch ein Hubschrauber eine Höchstgeschwindigkeit von rund 280km/h. Im Fall des in Bautzen stationierten Christoph 62 beträgt die maximale Flugdauer 2:10 Stunden. Die Triebwerke verbrauchen dabei bei jeweils 750PS 140 Liter Treibstoff pro Stunde.

Einsatz-Statistik

Deutschlandweit operieren im wesentlichen drei Organisationen im Bereich Hubschrauberrettung: der ADAC mit den typischen gelben Hubschraubern, die DRF Luftrettung in den Farben rot-weiß und die orangenen Hubschrauber des Bundesministerium des Innern.
Im folgenden die Statistiken der größten drei Luftrettungsorganisationen deutschlandweit:
  • ADAC
    • 45 Hubschrauber
    • 34 Luftrettungsstationen
    • 45.000 Rettungseinsätze pro Jahr
  • BBK
    • 16 Hubschrauber
    • 12 Luftrettungsstationen
    • 16.904 Rettungseinsätze 2010
  • DRF
    • rund 50 Hubschrauber
    • 30 Luftrettungsstationen
    • 8 Stationen davon im 24h Betrieb
    • 36.900 Rettungseinsätze 2010

Standorte in der Nähe

Im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge kommen hauptsächlich die beiden Rettungshubschrauber Christoph 38 und Christoph 62 zum Einsatz. Erster ist dabei am Dresdner Flughafen stationiert und wird von der DRF Luftrettung betrieben. Christoph 62 hat seinen Standort auf dem Flughafen Bautzen-Litten und wird von der Firma "Elbe Helicopter", einer Tochter des ADAC, betrieben. Er ist mit seiner Verfügbarkeit rund um die Uhr dabei der einzigste 24h-Hubschrauber in Sachsen. Angrenzend an unsere Region fliegt außerdem noch der ADAC Hubschrauber Christoph Brandenburg aus Senftenberg.
Im Jahr 2010 wurden von Christoph 38 aus Dresden 1543 Einsätze und von Christoph 62 aus Bautzen 974 Einsätze geflogen - Tendenz steigend. Zugenommen haben dabei vor allem auch die Einsätze in der Bergrettung.

weitere Informationen

ADAC: http://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/luftrettung/default.aspx DRF: https://www.drf-luftrettung.de/luftrettung.html Elbe Helicopter: http://www1.adac.de/sp/elbe_helicopter/default.asp Standorte: http://www.adac.de/_mm/pdf/Standortkarte_Jan2011_low_43482.pdf

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